Seine Fellfarben

 

 

Den Labrador Retriever gibt es in drei Fellfarben!
Es gibt ihn in SCHWARZ, GELB und BRAUN, wobei die braunen häufig als Choc, Chocolate oder im Ausland auch als Liver bezeichnet werden.
Bei den gelben Hunden werden alle Farbvariationen, die von fast weiß (hellcreme) bis hin zu dunkelrot (Fuchsrot) vorkommen, als GELB bezeichnet.

 

Den Labrador Retriever gibt es nur in 3 Farben

 

Schwarz

Gelb

Choc

 

 

 

 

 

 

Danke an Sandra Möllney für die Fotos von Jette & Dhana

 

Es gibt den Labrador Retriever weder in Silber, Champagner, Charcoal, etc. farbig,
da der reinrassige Labrador Retriever das Gen dd (Dilute - Gen),
das zur Ausdünnung der Farbausprägung führt, NICHT in sich trägt!

 

 

In den Anfängen der Rasseentstehung waren Labradors immer schwarz, aber es ist bekannt, dass vermutlich schon 1892 zwei leberfarbene (liver) Welpen in der Buccleuch-Zucht in einem Wurf mit Avon gefallen sein sollen.
Allerdings wurden alle Welpen, die eine andere Farbe als schwarz aufwiesen, wahrscheinlich sofort getötet, weil diese als Fehlfarbe angesehen wurde.
Schon die Hunde, die nach England importiert wurden, trugen diese rezessiven Farbgene in sich.
1899 wurde der erste gelbe Labrador in der Zucht von Major C.E. Radclyffe geboren und Ben of Hyde genannt.
Er ging aus schwarzen Eltern hervor, Neptune und Dutchess. Neptune stand im Besitz des Majors und geht auf Turk zurück, den der Vater des Majors als letzten Hund direkt aus Neufundland importierte.
Ben war die 6. Generation aus Turk. Seine Schwester Juno, die ebenfalls gelb war, brachte einige Würfe, aber die meisten Welpen waren schwarz.
Die Züchter von damals verstanden noch nicht viel von der Vererbung der Farben beim Labrador und wussten nicht, dass die gelbe Fellfarbe rezessiv vererbt wird. Es werden also nur gelbe Welpen geworfen, wenn beide Elterntiere die gelbe Farbe in sich tragen.
Demnach haben zu der Zeit einige Hunde das rezessive gelb getragen, denn in vielen Würfen mit Ben wurden auch gelbe Welpen geworfen. Mit Ben begann die Zuchtrichtung des gelben Labradors.

 

Ende der dreißiger Jahre wurde auch die braune Farbe des Labradors als Farbe anerkannt.
J.G. Severn mit seinem Tibshelf Kennel begann die erste Zucht mit braunen Labradors.
Anfänglich “liver” genannt, wurde es später als chocolate (Schokoladenfarbig) bezeichnet. Allerdings war zunächst das Interesse an dieser Farbe nicht sehr groß und es dauerte noch bis in die sechziger Jahre, bis auch dieser Farbschlag Anerkennung fand.
Cookridge Tango geboren 1961, ein Sohn des sehr einflußreichen Rüden Sandylands Tweed of Blaircourt (1958), wurde 1964 der erste braune Champion im Show Ring.

 

Im neuen Standard von 1950 wurden dann alle 3 Farben des Labrador Retrievers eingetragen.
Dieser Standard wurde 1982 und 1986 nochmal, in seiner heute noch gültigen Fassung geändert, allerdings 2010 aktualisiert und ergänzt.

 

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“Aussen” schwarz, “innen” gelb ? oder choc ? oder beides ?

 

Was allen 3 Farben gemeinsam ist, ist die Tatsache, dass die Hunde genotypisch auch andere Farben in sich tragen können!
Ein schwarzer Labrador kann sowohl das Farbgen gelb als auch braun, oder sogar beide Farben, in sich tragen.
Braune Hunde können gelb und gelbe Hunde braun tragen!
Bei den gelben Hunden wird nochmal eine Unterart unterschieden, die zwar zu den gelben zählen, aber genotypisch einen besonderen Stellenwert haben, die sogenannten Dudleys, dies sind gelbe Hunde ohne die Ausprägung von Pigment. Sie sind nicht in der Lage ein dunkles Pigment zu bilden, daher sind bei ihnen Nase, Zahnfleisch und die Augenlieder rosafarbig, außerdem haben sie hellgelbe Augen.
Aus züchterischer Sicht versucht man daher einige Farbkombinationen zu vermeiden, damit man vorgenannten gelben Typ nicht erhält!
Möchte man mit seinem Labrador züchten, ist es wichtig, dass man weiß was er genotypisch in sich trägt.
Heutzutage ist es sehr einfach geworden, denn man kann mittels eines Gentestes die Genotypfarben, die ein Labrador in sich trägt, feststellen.

 

 

Dies sind mögliche Genkombinationen die ein Labrador Retriever genotypisch in sich tragen kann:

 

 

Schwarz
BBEE (reinerbig schwarz) auch “homozygot” genannt, das Vorhandensein von 2 gleichen Allelen.
BBEe (trägt Gelb) mischerbig oder auch “heterozygot”, das Vorhandensein von 2 verschiedenen Allelen.
BbEE (trägt Braun) mischerbig
BbEe (trägt Gelb und Braun) mischerbig
Ein BB Hund ist immer homozygot, er kann also nur schwarz vererben, dagegen ein Bb Hund der heterozygot ist, kann sowohl B als auch b vererben, er kann also sowohl schwarz als auch braun vererben.
Das schwarze Gen B ist immer dominant (übergeordnet) gegenüber dem braunen b Gen.

 

 

Braun
bbEE (trägt kein Gelb)
bbEe (trägt Gelb)
2 bb Hunde (2 braune Hunde) können keine schwarzen Welpen zeugen, denn sie tragen beide nur ein bb und geben somit auch nur das b an ihre Nachkommen weiter, allerdings kann das b kein schwarz ausprägen.

 

 

Gelb mit dunklem Pigment:
BBee (trägt kein Braun)
Bbee (trägt Braun)
Verpaart man 2 gelbe Labrador Retriever können weder schwarze noch braune Welpen aus diesem Wurf hervorgehen, denn sie tragen nur das ee Gen, das keine dunkle Farbe auf der Körperoberfläche ausprägen kann. Sie können jedoch das braune b Gen weitervererben.

 

 

Gelb ohne dunkles Pigment, auch “Dudleys”genannt:
bbee (trägt Gelb und Braun)
Dieser Typ nennt sich auch gelb/braun, sie besitzen keine Gene zur Ausprägung von dunklem Pigment.
Seine Augenränder, Lefzen (Zahnfleisch), Nase sind bei ihm eher rosa bis leberfarben ausgeprägt, die Augen meist heller (gelb).
Gelb/braune Hunde entstehen aus einer Verpaarung in der beide Elternteile sowohl b als auch e tragen, solch eine Verpaarung sollte man vermeiden, denn dieser Typ gelb sieht sehr untypisch aus.

 

 

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Farbvererbungswahrscheinlichkeiten

 

 

Genotyp
mal
Genotyp

BBEE
Schwarz

reinerbig
 

BBEe
Schwarz
trägt
Gelb

BbEE
Schwarz

trägt
Braun

BbEe
Schwarz
trägt
Gelb und
Braun

BBee
Gelb
mit
dunklem Pigment

Bbee
Gelb
mit
dunklem Pigment
trägt

Braun

bbee
Gelb

ohne
Pigment
trägt

Braun

bbEE
Braun

bbEe
Braun

trägt
Gelb

 

BBEE
Schwarz

reinerbig
 

100% BBEE

50% BBEE
50% BBEe

50% BBEE
50% BbEE

25% BBEE
25% BbEE
25% BbEe
25% BBEe

100% BBEe

50% BBEe
50% BbEe

100% BbEe

100% BbEE

50% BbEE
50% BbEe

BBEE
Schwarz

reinerbig

BBEe
Schwarz
trägt
Gelb

50% BBEE
50% BBEe

25% BBEE
50% BBEe
25% BBee

25% BBEE
25% BBEe
25% BbEE
25% BbEe

12,5% BBEE
25% BBEe
12,5% BbEE
25% BbEe
12,5% BBee
12,5% Bbee

50% BBEe
50% BBee

25% BBEe
25% BbEe
25% BBee
25% Bbee

50% BbEe
50% Bbee

50% BbEE
50% BbEe

25% BbEE
50% BbEe
25% Bbee

BBEe
Schwarz
trägt
Gelb

BbEE
Schwarz
trägt
Braun

50% BBEE
50% BbEE

25% BBEE
25% BBEe
25% BbEE
25% BbEe

25% BBEE
50% BbEE
25% bbEE

12,5% BBEE
12,5% BBEe
25% BbEE
25% BbEe
12,5% bbEE
12,5% bbEe

50% BBEe
50% BbEe

25% BBEe
50% BbEe
25% bbEe

50% BbEe
50% bbEe

50% BbEE
50% bbEE

25% BbEE
25% BbEe
25% bbEE
25% bbEe

BbEE
Schwarz
trägt
Braun

BbEe
Schwarz
trägt
Gelb und Braun

25% BBEE
25% BbEE
25% BbEe
25% BBEe

12,5% BBEE
25% BBEe
12,5% BbEE
25% BbEe
12,5% BBee
12,5% Bbee

12,5% BBEE
12,5% BBEe
25% BbEE
25% BbEe
12,5% bbEE
12,5% bbE
e

6,25% BBEE
12,5% BBEe
12,5% BbEE
25% BbEe
6,25% BBee
12,5% Bbee
6,25% bbee
6,25% bbEE
12,5% bbE
e

25% BBEe
25% BbEe
25% BBee
25% Bbee

12,5% BBEe
25% BbEe
12,5% BBee
25% Bbee
12,5% bbee
12,5% bbEe

25% BbEe
25% Bbee
25% bbee
25% bbEe

25% BbEE
25% BbEe
25% bbEE
25% bbEe

12,5% BbEE
25% BbEe
12,5% Bbee
12,5% bbee
12,5% bbEE
25% bbE
e

BbEe
Schwarz
trägt
Gelb und Braun

BBee
Gelb
mit
dunklem Pigment

100% BBEe

50% BBEe
50% BBee

50% BBEe
50% BbEe

25% BBEe
25% BbEe
25% BBee
25% Bbee

100% BBee

50% BBee
50% Bbee

100% Bbee

100% BbEe

50% BbEe
50% Bbee

BBee
Gelb
mit
dunklem Pigment

Bbee
Gelb
mit
dunklem Pigment
trägt
Braun

50% BBEe
50% BbEe

25% BBEe
25% BbEe
25% BBee
25% Bbee

25% BBEe
50% BbEe
25% bbEe

12,5% BBEe
25% BbEe
12,5% BBee
25% Bbee
12,5% bbee
12,5% bbEe

50% BBee
50% Bbee

25% BBee
50% Bbee
25% bbee

50% Bbee
50% bbee

50% BbEe
50% bbEe

25% BbEe
25% Bbee
25% bbee
25% bbEe

Bbee
Gelb
mit
dunklem Pigment
trägt
Braun

bbee
Gelb
ohne
Pigment
trägt
Braun

100% BbEe

50% BbEe
50% Bbee

50% BbEe
50% bbEe

25% BbEe
25% Bbee
25% bbee
25% bbEe

100% Bbee

50% Bbee
50% bbee

100% bbee

100% bbEe

50% bbEe
50% bbee

bbee
Gelb
ohne
Pigment
trägt
Braun

bbEE
Braun

100% BbEE

50% BbEE
50% BbEe

50% BbEE
50% bbEE

25% BbEE
25% BbEe
25% bbEE
25% bbEe

100% BbEe

50% BbEe
50% bbEe

100% bbEe

100% bbEE

50% bbEE
50% bbE
e

bbEE
Braun

bbEe
Braun

trägt
Gelb

50% BbEE
50% BbEe

25% BbEE
50% BbEe
25% Bbee

25% BbEE
25% BbEe
25% bbEE
25% bbEe

12,5% BbEE
25% BbEe
12,5% Bbee
12,5% bbee
12,5% bbEE
25% bbE
e

50% BbEe
50% Bbee

25% BbEe
25% Bbee
25% bbee
25% bbEe

50% bbEe
50% bbee

50% bbEE
50% bbE
e

25% bbee
25% bbEE
50% bbE
e

bbEe
Braun

trägt
Gelb

 

BBEE
Schwarz

reinerbig

BBEe
Schwarz
trägt
Gelb

BbEE
Schwarz
trägt
Braun

BbEe
Schwarz
trägt
Gelb und Braun

BBee
Gelb
mit
dunklem
Pigment

Bbee
Gelb
mit
dunklem
Pigment
trägt
 Braun

bbee
Gelb
ohne
Pigment
trägt
Braun

bbEE
Braun

bbEe
Braun

trägt
Gelb

 

 

Jeweils die Kreuzungspunkte der horizontalen und vertikalen Kästchen ergeben die Wahrscheinlichkeit der Genotypen

 

 

B? b? E? e?

Was bedeuten die Buchstaben?
Die Farbgene des Hundes werden international mit Buchstaben versehen, A, B, C, D etc.
Beim Labrador Retriever sind aber nur das B- Gen und das E- Gen relevant.
Dominante Gene werden immer mit Großbuchstaben bezeichnet, rezessive mit Kleinbuchstaben. 
Die Buchstaben B und b haben aber nichts mit der Farbbezeichnung black (schwarz) und brown (braun) zu tun, sondern bezeichnen lediglich das Gen, welches für die Ausbildung für dunkle Fell und Pigmentfarbe verantwortlich ist.
Das E steht für die Verteilung von dunkler Farbe auf der gesamten Körperoberfläche. Kommt noch das dominante Gen B hinzu ist die Ausprägung des Pigments immer schwarz, bei b dagegen braun. Da ein ee Typ kein dominantes E für die dunkle Pigmentbildung der Hautoberfläche (ausgenommen Nasenschwamm, Augenränder, Pfotenballen) besitzt, ist dieser Typ gelb.

 

 

 

An dieser Stelle möchte ich allen, die sich näher mit dem Thema Farbvererbung beschäftigen möchten,
das Buch von Dr. Isabella Kraft “Vererbung der Fellfarbe beim Labrador Retriever”,
 herausgegeben vom Labrador Club Deutschland e.V. (erhältlich in der Geschäftsstelle), empfehlen!!

 

 

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© seit 2004 Claudia Pelzer